Gate B, Flughafen Zürich.
Der Flug nach Stockholm geht um 12.24 Uhr. Das Boarding beginnt um 11.55 Uhr. Jetzt ist es 11.25 Uhr. Genug Zeit für eine Zigarette.
Mit meinem Handgepäck begebe ich mich zu einer der Raucherkabinen. Sie ist kaum eineinhalb auf eineinhalb Meter groß, möbliert lediglich mit einem festgeschraubten Plastikstuhl und einem kleinen Tisch mit integriertem Aschenbecher. Frische Luft hinein, Rauch hinaus – dafür sorgt ein durchlöchertes Metallblech an der Decke.
Schon als ich die Tür öffne, schlägt mir ein beißender Geruch entgegen. Noch bevor sie hinter mir ins Schloss fällt, beginnen meine Augen zu brennen. Ich setze mich, ziehe eine Packung Parisienne Gelb aus der Jackentasche und zünde mir eine Zigarette an.
Die Wände der Kabine bestehen aus Glas. Während ich rauche, beobachte ich das Kommen und Gehen im Terminal: Familien mit übergroßen Koffern, Geschäftsleute mit hastigen Schritten, Kinder, die zwischen den Sitzreihen umherlaufen. Dass sie im Gegenzug mich beobachten können – eingesperrt in einer verglasten Box, an einem Nikotinstängel ziehend –, stört mich nicht.
Ich nehme einen tiefen Zug. Mit dem Rauch scheinen auch die Nervosität, die Gereiztheit und dieses dumpfe Unwohlsein meinen Körper zu verlassen. Es geht mir super. Ich wische mir eine Träne aus den gereizten Augen.
Die Zigarette ist schnell aufgeraucht. Ich stehe auf, greife nach meinem Handgepäck und will die Kabine verlassen. Doch noch bevor ich die Tür öffne, kommt mir ein Gedanke.
Wie lange dauert der Flug nach Stockholm? Knapp zwei Stunden, wenn man das Einsteigen, den Flug und das Aussteigen zusammenrechnet. Zwei Stunden ohne Zigarette.
Vielleicht wäre es klüger, jetzt gleich noch eine zu rauchen. Sozusagen einen kleinen Nikotinvorrat anzulegen.
Ich setze mich wieder hin, nehme die Packung erneut aus der Jackentasche und zünde mir noch eine Zigarette an.


